Mitgefühl entwickeln

Frei zu sein heißt den anderen so zu lassen wie er ist. Denn dadurch entsteht ein Gefühl der Freiheit in mir.

Es ist die Kontrolle, die uns vor unserer inneren Freiheit versperrt. Nicht loslassen zu können und alles so jonglieren und bestimmen zu wollen, wie wir denken es sei richtig so. Wenn wir bewerten, ob etwas richtig oder falsch ist, schaffen wir eine innere Trennung. Innere Trennung lässt uns einsam fühlen, weil wir nicht alle Anteile in unserem Selbst vereinen – sowohl traurige und verlassene als auch gelebte Anteile. Alles soll verbunden werden, welchen Sinn soll das Leben sonst haben?

Leben bedeutet sich in der eigenen Ganzheit Stück für Stück anzunehmen, nicht wegzuschauen von Schmerzen, die gelöst werden möchten, die auch das Gefühl von Liebe spüren möchten.


Alles, was wir tun im Außen, führt von dieser Innensicht weg. Heute ist das kaum noch möglich. Viele Menschen, die nicht ihre Seele ansehen möchten, werden krank, erleiden Schmerzen, können plötzlich nicht mehr schlafen oder fühlen sich einfach ausgebrannt.
Ich kann mitfühlen, ich bin den selben Weg gegangen.

Ich weiß, dass wir in solchen Situationen nicht alleine sind und es immer Hilfe gibt, die man auch annehmen sollte. Nimm dir deine Zeit, die du brauchst, aber verweile nicht zu lange in der Einsamkeit. Denn viele Menschen gehen diesen neuen Weg und wissen, dass es für etwas gut ist.Die Verantwortung für sich zu übernehmen und die eigene Liebe zu spüren, die wir uns viel zu wenig gegeben haben.

Daher geht auch unser Mitgefühl für andere fast verloren, weil wir uns selbst nicht mehr fühlen können. Da das nicht der Sinn des Lebens ist, schreit unsere Seele und macht auf sich aufmerksam in Form von Leiden, Krankheit, Schmerzen.

Die aktuelle geistige Krise ist eine der Hauptauslöser für die Entwicklung von psychischen Störungen. Sie beruhen hauptsächlich auf einem Mangel an Zuneigung und Mitgefühl. Dies betrifft die Familie, die Eltern und die Gesellschaft als Ganzes.

Dalai Lama

6 Gedanken zu “Mitgefühl entwickeln

  1. Tiefgründige Gedanken in schönen Zeilen! Danke! Loslassen und Kontrolle abgeben kann aber ganz schön schwierig sein – das sage ich als Mama von Kids, die so langsam ihr Nest verlassen. Man weiss, dass man sie ziehen lassen muss, aber es tut auch weh. Aber die Entwicklung ist tatsächlich nur möglich, wenn man sich gegenseitig den nötigen Freiraum lässt! 🙂

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    • Liebe Dani,
      Danke. Ja es ist mit Schmerzen verbunden. Aber jeder Schmerz kann sich in ein positives Gefühl verwandeln, wenn wir zulassen. Ich weiß wie schwer das ist. Mit eigenen Kindern habe ich das noch nicht erlebt 🙂 Aber Loslassen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Wichtig ist das Positive daran zu erkennen wie du schon toll schreibst: „Es dient der Entwicklung aller, anstatt sich gegenseitig zu behindern.“ Ich glaube in Zeiten wie diesen dürfen wir das einfach verstärkt und intensiver erleben und lernen. Immer nur zum Wohle des Ganzen.

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  2. Ich bin sehr froh, in den Weiten des Internets auf dein liebevoll gestaltetes Blog gestoßen zu sein. Die Art und Weise, in der du dich und deine Gedanken präsentierst, sagt mir zu.

    Beste Grüße,
    A.M. Perezáno

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