Unser Schmerz

Unser Schmerz

 Der Schmerz der in mir innewohnt
Hast du in mir hervorgeholt.
Wärst du nicht mit mir mitgegangen
Wär ich im Schmerz heut noch gefangen.

 Umarmt und angenommen habe ich ihn allein
Er lag in mir wie ein schwerer Stein.
Was hast du dir dabei gedacht,
Mir das zu spiegeln mit aller Macht?

 Ich war erst wütend, voll von Zorn
Als käm das Dunkle in mir hervor.
Was war denn nur mit deinem Schmerz,
der innewohnt in Deinem Herz?

 Ich wünschte du hättest ja gesagt
Und nicht an Deinem Schmerz verzagt.
Ich wünschte wir würden uns stets begleiten,
uns lieben, umarmen, reden, streiten.

 Vielleicht war es wohl doch zuviel
Mit diesem Herzensschmerzen Spiel.
Was wäre, wenn wir eins geblieben?
Würden wir uns immer weiter lieben? ♥

12 Gedanken zu “Unser Schmerz

    • Damit wir daraus Erkenntnis ziehen können. Ich glaube, wenn es nur mit Glück und Freude verbunden wäre, würden wir innerlich nicht wachsen können. Nur im Schmerz öffnet sich die wahre Bereitschaft für Vergeben und Lieben 🙂

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      • Bei mir ist der Schmerz meist von lähmender Natur – die Erkenntnis kommt zwar danach immer (schlau genug bin ich ja um eins und eins zusammenrechnen zu können), aber es dauert immer sehr lange bis ich mich davon erholt habe. Außerdem ist bei mir „Vom Regen in die Traufe“ ein angewandtes Lebensprinzip – nicht freiwillig allerdings.

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      • Sei dankbar, dass du den Schmerz erkennen und annehmen kannst. Davor laufen viele davon und am Ende fragen sie sich, ob sie alles richtig in ihrem Leben gemacht haben. Wenn du dich hauptsächlich in der Oberfläche bewegst, kann der Sinn des Lebens nicht von dir beantwortet werden. Und niemand anderes kann das als DU 🙂

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      • Natürlich – der Mensch wächst mit den Hürden, welche er bezwingt – nicht umgeht.
        Ich weiß, dass ich in meinen Leben nicht alles richtig gemacht habe und dass die Dinge nun leider auch schwer rückgängig zu machen sind, gleichzeitig sehe ich Möglichkeiten um es beim nächsten Mal besser zu machen. Vielleicht ist dies aber auch nur eine endlose Suche nach einem Zustand, der wohl nicht sein soll. Der Schmerz ist für mich schon fast gewöhnlicher geworden als die damit verbundene Liebe – Leider.

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      • Wenn du tiefer gehen kannst als bisher, wirst du spüren dass dir deine Seele alles verzeiht, was bisher geschehen. Oft schlummern tief in uns Schuldgefühle und falsches Verantwortungsbewusstsein für Menschen in unserer Nähe oder aus der Kindheit, die uns den Zugang zu unserem Selbst erschweren. Das ist bei so vielen Menschen so. Dein Satz klingt mir nach: „Vielleicht ist dies aber auch nur eine endlose Suche nach einem Zustand, der wohl nicht sein soll.“ Den kenne ich zu gut! Resigniere nicht. Ich stelle in meiner Kategorie `Buchtipps` einen CD Tipp für dich und alle Interessierten ein. Das hat mir persönlich sehr geholfen!

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  1. Danke, liebe Carolin,
    für diesen Beitrag, der mich tief berührt, weil er gerade auch ein zentrales Thema in dieser Lebensphase ist für mich.
    Und auch danke für diesen persönlichen Dialog hier – auch dir Denisfeuerstein .
    Für das Annehmen und Umarmen meines Schmerzes habe ich auch gerade etliche Gelegeheiten.
    Auch ich bin davon überzeugt, dass der Sinn einer jeden schmerzlichen Situation darin besteht, noch tiefer in die Liebe hinein z wachsen – besonders auch in die Liebe zu sich selbst.
    Seid herzlich gegrüßt von
    Marina

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