Entwicklungsbasis einer Partnerschaft: Gefühle leben & teilen

Wir dürfen nicht wegsehen.

Egal bei was. Ob es um uns selbst oder andere geht. Am besten lernen wir das, indem wir uns selbst erst einmal begegnen. All den dunklen Räumen in uns wo wir vielleicht für zu viele Menschen die Verantwortung übernehmen, obwohl es nicht nötig ist. Wo wir vielleicht Seelenanteile in uns tragen, die wir lange lange nicht mehr beachtet haben, weil wir das Weinen und Trauern dieser Anteile nicht mehr ertragen konnten.

Die Anteile sterben ab auf Dauer und formen sich in Härte um, die meist kaum noch zu erweichen ist. Ich möchte hart werden körperlich, wenn ich vielleicht sterbe. Aber nicht innen. Das ist nicht meine gewählte Aufgabe.

Wichtig ist Weichheit zuzulassen. Auch in einer Beziehung. Auch Härte und Aggression gehören dazu. Sie sind wichtig, um daraus Weichheit manchmal entstehen zu lassen. Die Liebe in Partnerschaften zeigt uns immer unseren Schmerz des ungesehen, ungeliebten Anteils in uns. Du kannst aber nur weich werden, wenn du dich auf die Liebe einlässt.

Viele von uns machen den Fehler sich nach schmerzlichen Erfahrungen zu verschließen und Gefühle abzukappen, die eigentlich genau dann an die Oberfläche kommen möchten. Damit versperren wir uns einen wichtigen Schritt in unserer Weiterentwicklung.

Klar, wenn man die Liebe erleben möchte, muss man sich mit allen Facetten darauf einlassen. Die meisten von uns tun das nicht (mehr) aus Angst wieder verletzt zu werden. Man lernt einen Menschen erst nach einer Zeit in der Beziehung wirklich kennen – sich selbst auch! Wir müssen all unsere Gefühle investieren und dann loslassen.

Immer mit der Gefahr verletzt zu werden. Das ist der Preis unserer Weiterentwicklung.

Wofür entscheidest du dich? Gefühle einsperren, wegpacken oder dich wieder frei darauf einlassen auch wenn der Schmerz so groß war und du dir geschworen hast dich nie wieder so zu öffnen?

10 Gedanken zu “Entwicklungsbasis einer Partnerschaft: Gefühle leben & teilen

  1. Naja vielleicht ist es aber einfach wie beim Lotto? Irgendwann ist man halt frustriert und gibt einfach auf.
    Und das zu guten Grund, denn die Wahrscheinlichkeit das man gewinnt ist z.b bei 1 zu 6 Millionen.
    Mann hat also gar keine Angst sondern spart sich das Geld in etwas anders.

    Und bei der Liebe spart man es sich dann einfach auch. Man setzt die Gefühle kompensiert in andere Dinge, Möglichkeiten um die mehr Erfolgswahrscheinlichkeit versprechen 😉

    Man schreib ich wieder Quatsch 😉

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  2. Liebe Carolin!
    Deine Worte sprechen mich an – ich teile deine Ansicht.
    Das Herz offen zu halten, Gefühle wirklich zu fühlen,empfindsam und verletzlich, also berührbar zu sein, ist meiner Ansicht nach eine goße Stärke, erfordert Mut und Vertrauen in die eigene Kraft und in die Kraft, die alles trägt.
    Das ist für mich, auch wenn´s manchmal sehr weh tut, lebendiges, erfülltes Leben.
    Dafür leb ich: Um die Liebe immer wieder zu spüren in Freude und Schmerz, im Geben und Nehmen – und besonders auch die Liebe zu meinem inneren Kind,das verletzliche Wesen, das meiner Obhut bedarf.
    Sei herzlich gegrüßt von
    Marina

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    • Es ist so schön, wenn man jemand findet, der dies mit einem teilen kann und die Denkweise respektiert und annimmt, dass das Leben unserer Entwicklung dient. Gerade in der Partnerschaft hat man die Möglichkeit seinem eigenen Schmerz gegenseitig zu begegnen. Ich habe immer wieder festgestellt, dass hier ein wichtiger Entscheidungspunkt in der Parnterschaft liegt. Sicherlich wird der SChmerz nicht zu gleichen Zeiten und Intensität hervorgerufen. Aber es geht doch darum dieses Verständnis zu haben, füreinanden da zu sein und zu kommunizieren, wenn es soweit ist und der Schmerz da ist. Oder?

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      • Liebe Carolin,
        du beschriebst es sehr treffend, finde ich.
        Ich glaube es geht darum, bei ausgelösten Seelenschmerzen füreinander da zu sein, ohne den anderen dafür verantwortlich zu machen, dass es weh tut und ohne selbst als Auslöser in Schuldgefühle und / oder Verteidigungsmuster, die ja dann meist in „Kampf“ ausarten, zu rutschen. Ist nicht immer leicht, vielleicht sogar die hohe Kunst der Liebe?
        Herzlich grüßt dich Marina

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      • Ich glaube es ist die hohe Kunst. Aber es stimmt mich glücklich und mutig weiterzugehen. Weil die innere Einsicht und Weiterentwicklung stimmt sich auf das ein, WAS und WEN wir letztlich anziehen in unserem Leben. Daher gehe ich immer weiter 🙂

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